Carina Konrad

"Wölfe sind keine Kuscheltiere"

Wir wollen den Wolf im Jagdrecht

Berlin. Die Bundestagsfraktion der Freien Demokraten (FDP) hat einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, Wölfe in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. In der Öffentlichkeit hat dies zu einer kontroversen Debatte geführt. Die Abgeordnete Carina Konrad aus dem Hunsrück weist darauf hin, dass die „Ausrottung des Wolfes explizit nicht Ziel des Antrags“ sei." Ziel ist es die Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Wolf zu sorgen, und dazu kann in Zukunft auch seine Bejagung gehören". Darüber hinaus warnt sie vor einer „Emotionalisierung der Debatte“ und fordert mehr Sachlichkeit im Umgang mit dem Thema.

In einigen Regionen Deutschlands sei die Population des Wolfes zum Problem geworden. Fast täglich komme es zu Übergriffen auf Weidetiere. „Das konterkariert das Ziel, aus Tierschutzgründen mehr Tiere auf die Weide zu bringen“, erklärt Konrad, Obfrau der FDP-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. In Niedersachen beispielsweise kommen die Wölfe den Menschen bereits sehr nahe. „Wenn eine Wildpopulation das Gleichgewicht der Natur gefährdet, muss die Möglichkeit bestehen, sie zu regulieren“, so Konrad weiter. Aus diesem Grund wolle ihre Fraktion den streng geschützten Wolf als „jagbare Tierart“ in das Bundesjagdgesetz aufnehmen.

Fast 400.000 Jäger pflegen in Deutschland Wald, Wild und Natur. Die Freien Demokraten möchten nun auf deren Ortskenntnis im jeweiligen Jagdgebiet zurückgreifen.
Ganz im Sinne einer gesunden Artenvielfalt ist die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland nichts schlimmes.  Panikmache sei in dem Zusammenhang fehl am Platz. Grenzenlose Willkommenskultur allerdings ebenso. Die Politik müsse jedoch der berechtigten Sorge der Bevölkerung und der Nutztierhalter Rechnung tragen und zunächst „einheitliche Standards für ein bundesweites Wolfsmanagement“ schaffen, wie es im Antrag heißt. Außerdem seien Gelder sowohl für die Schadensprävention als auch für Wolfsgeschädigte bereitzustellen. "Jäger dürfen nicht mit Kosten belastet werden, die durch die Wiederansiedlung des Wolfes durch grüne Politiker entstehen", fordert Konrad.

Hier geht es zum Antrag der Freien Demokraten