Carina Konrad

Abgeordnete diskutieren mit Simmerner Schülern

Die Realschule plus in Simmern hat am Montag die Bundestagsabgeordnete Carina Konrad (FDP) sowie vier rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete eingeladen, mit den Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen über Politik zu diskutieren. Auf der Tagesordnung standen sowohl Fragen zur Landes- als auch zur Bundespolitik, die die Abgeordneten ausführlich beantworteten.

Als einziges Mitglied des Deutschen Bundestages sprach Carina Konrad in Simmern für die FDP. Die anderen Parteien wurden von den Landtagsabgeordneten Hans-Josef Bracht (CDU), Bettina Brück (SPD), Jutta Blatzheim-Roegler (Die Grünen) und Dr. Sylvia Groß (AfD) vertreten. Organisiert hatte die Veranstaltung, an der rund 150 Schüler der Klassenstufen neun und zehn teilnahmen, der Lehrer und Medienkoordinator Niklas Radschikowsky. Zusammen mit dem Schulleiter, Herrn Roth, begrüßte er die Abgeordneten. Ein Moderatoren-Duo, bestehend aus den Zehntklässlern Hanna Müller und Daniel Baidikov, führte durch die Veranstaltung.

Die Schülerschaft interessierte sich für unterschiedliche Themen: Ob denn nun die Rhein-Hunsrück-Bahn in absehbarer Zukunft reaktiviert werde? Ob denn nicht besser alle Landwirte künftig auf Bio umsteigen sollten? Wie man das Image der Realschule Plus verbessern könne? Wie sich die Flüchtlingssituation in Zukunft verändern werde? Und auch Lehrer Radschikowsky kam zu Wort: Er erklärte, wo sich die Schule mehr Unterstützung vom Land wünscht.

Die Politiker aller Parteien beantworteten geduldig sämtliche Fragen, wobei sie naturgemäß in der Sache häufig unterschiedlicher Meinung waren. Mehrere Fragen richteten sich direkt an die Bundestagsabgeordnete Konrad: neben Glyphosat und Bio-Landbau interessierten sich die Schüler auch für ihre Haltung zur Flüchtlingspolitik und die gescheiterten Jamaika-Sondierungen.  Als stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses ermutigte die FDP-Politikerin mit eigenem Bauernhof dazu, bewusst regional einzukaufen. Heutzutage gäben die Menschen nur noch 10 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus, doch „Lebensmittel sind mehr wert, als sie uns alle kosten“.

Einig waren sich die Abgeordneten aller Fraktionen darin, dass die Jugendlichen sich sowohl in der Schule, als auch in ihrer Gemeinde für ihre Belange engagieren sollten. Über den Status quo zu jammern, helfe niemandem; anpacken und selbst gestalten sei die Devise. Zum Schluss gab es noch das ein oder andere Bild mit den Politikern – laut einer Schülerin „für meine Oma“.

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