Carina Konrad

Ferkelbetäubung durch Landwirte

Stellungnahme

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) möchte, dass Landwirte Ferkel, die bislang betäubungslos kastriert werden, künftig selbst vor der Kastration betäuben dürfen. Veterinäre protestieren:

https://www.tagesschau.de/inland/narkose-ferkel-kastration-101.html

Zum Widerstand der Tierärzte bezieht Carina Konrad (FDP), die stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, wie folgt Stellung:

„Wir brauchen endlich Lösungen! Die Tierärzte müssen die Frage beantworten, ob sie die schmerzfreie Kastration auf die lange Bank schieben wollen. Es müssen endlich Lösungen her zur schmerzfreien Kastration, sonst hat sich die Debatte bald erübrigt, weil es keine Ferkel mehr in Deutschland gibt.
Es spricht nichts mehr für den Tierarztvorbehalt, denn es gibt weder genug Tierärzte, noch sieht ein professioneller Tierarzt seine Berufung darin, zukünftig ausschließlich Ferkel zu narkotisieren. Landwirte sind keine Laien; nach einer Schulung sind sie durchaus in der Lage, Ferkel zu narkotisieren. Das machen die Landwirte in den europäischen Nachbarländern übrigens schon länger. Es wird Zeit, dass das BMEL endlich Lösungen präsentiert, und es hilft den Ferkeln nicht, wenn der Weg der Lösungsfindung derart unnötig verzögert wird.“

Stellungnahme als PDF